
Meine Lebensgeschichte über Berufung, Krisen und Shiatsu
Manchmal führt uns das Leben nicht geradeaus, sondern in liebevollen Schleifen dorthin, wo wir wirklich hingehören.
Nicht immer erkennen wir den Sinn sofort – doch rückblickend beginnt alles genau dort, wo wir den ersten Schritt machen.
In diesem Text nehme ich dich mit auf eine Reise.
Eine Reise voller Entwicklung, überraschender Begegnungen und innerer Entfaltung.
Vielleicht findest du beim Lesen einen Funken Inspiration.
Vielleicht erinnerst du dich an deine eigene innere Stimme.
Und vielleicht spürst du:
Es ist Zeit, dein eigenes Feuer zu entfachen.
Hallo und herzlich willkommen!
Mit diesem Blogartikel möchte ich dir meinen Weg zum Dipl. Hara Shiatsu-Praktiker vorstellen.
Mein Weg war alles andere als einfach. Es war vergleichbar mit einer langen Bergwanderung – mit vielen Blasen an den Füßen, Verletzungen, Abstürzen, wieder Aufstehen, Weitergehen, kurzzeitigem Verirren, dem Wiederfinden des Weges – wissend, dass es ein Ziel gibt, für das sich diese Reise lohnt. Ein Ziel, das ich noch nicht real sehen konnte. Zuerst bestand es „nur“ aus Bildern in meinem Kopf, mit der Zuversicht, dass ich es eines Tages erreichen würde – bis ich nach einer langen Wanderung eines Tages oben am Gipfel ankam.
Glücklich und zufrieden schaue ich nun ins Tal hinab, sehe meine Wanderroute, die mehr einem Schlangenmuster als einem direkten Pfad gleicht. Dann fällt mir plötzlich ein, dass ich ja einmal gelernt habe, wie man Straßen auf einem Berg konstruiert: Diese verlaufen auch nicht gerade nach oben, sondern schlängeln sich der Umgebung und dem Gefälle angepasst in Kurven bergauf.
Ich erkenne, dass jede Blase, jeder Sturz und jede Verletzung einen Sinn hatte – um mich auf den Gipfel zu bringen, an dem ich gerade zufrieden und erleichtert stehe.
Die ersten Schritte im Tal – Orientierungslosigkeit und Umwege
Ich wusste nicht immer, dass ich einmal Shiatsu-Praktiker werden würde. Ich habe lange nach meiner Berufung gesucht, viele Abzweigungen genommen, manche Sackgassen erlebt.
Ich bin in Salzburg aufgewachsen und habe mich in Volks- und Hauptschule nicht besonders leichtgetan. Ein Eignungstest zeigte, dass ich gut in logischem Denken, Konstruieren und Zeichnen bin – also ging ich nach der Pflichtschule in die HTL. Mein Vater war auch in einer HTL gewesen und meine Eltern empfahlen mir diesen Weg – mit dem Gedanken, dass ich eine solide Ausbildung mit Matura und guten Berufsaussichten hätte.
Mit 20 Jahren maturierte ich im Tiefbau. Während der Schulzeit jobbte ich als Kellner. Mein Ziel war es, irgendwann etwas zu studieren, das mir wirklich Freude bereitet. Ich träumte von einem Gesangsstudium.
Die erste kleine Anhöhe – Networkmarketing & erste Visionen
Durch meinen Vater kam ich mit dem Thema Networkmarketing in Kontakt – konkret mit Amway. Ich lernte auf einem Seminar, wie wichtig es ist, Visionen zu haben. Ich versuchte selbst, mit Amway erfolgreich zu werden, gab aber nach etwa einem halben Jahr wieder auf. Dennoch hatte ich viel über Visualisierung, Ziele, Erfolg und Verkauf gelernt – ein wichtiges Stück auf meinem Weg.
Der Rettungsweg – Zivildienst und erste Berufe
Ich absolvierte meinen Zivildienst beim Samariterbund und machte die Berufsausbildung zum Rettungssanitäter.
Danach versuchte ich, als Bautechniker in einem Tiefbaubüro zu arbeiten. Doch schon nach einem halben Jahr merkte ich: In einem Büro vor dem PC möchte ich nicht mein Leben verbringen. Ich kündigte und stand ohne Plan da.
Der steinige Aufstieg – Zweifel, Träume und ein bisschen Callcenter
Ich hatte weiterhin den Traum, Sänger zu werden – obwohl ich mir das nicht recht zutraute. Meine Mutter motivierte mich, mich an Musicalschulen in Wien zu bewerben – und ich wurde aufgenommen!
Bis das Studium begann, überbrückte ich die Zeit im Callcenter – ich verkaufte Schlafberatungen. Es war nicht gut bezahlt, aber ich mochte den Kontakt mit Menschen.
Ein neuer Pfad – Musicalschule, IKEA und Lebensfreude
Ich zog mit meiner damaligen Freundin nach Wien und begann ein vierjähriges Musicalstudium. Meine Eltern finanzierten mir die Ausbildung – ich musste nur für meinen Lebensunterhalt sorgen.
Ich begann bei IKEA in der Küchenabteilung zu arbeiten – jeden Samstag. Ich verkaufte und plante Küchen – das machte mir Freude. Acht Jahre blieb ich dort nebenbei tätig.
Die erste große Erkenntnis – Ist Musical wirklich mein Weg?
Nach etwa zwei Jahren Musical-Ausbildung wurde mir bewusst, was es tatsächlich bedeutet,
Musicaldarsteller zu sein: ständige Reisen, wechselnde Engagements, Auditions, Unsicherheit.
Mir wurde klar, dass ich später nicht so leben möchte – weit weg von einer Familie, die ich mir eines Tages wünsche. Auch die Eltern meiner damaligen Freundin vermittelten mir, dass sie wenig Vertrauen in meine Pläne hatten, mit Musical eine Familie zu ernähren.
Langsam verlor ich dieses Ziel aus den Augen. Rückblickend wollte ich eigentlich nie Musicaldarsteller sein – sondern einfach nur singen. Trotzdem schloss ich das Studium mit Diplom und Bühnenreifeprüfung ab.
Eine neue Route – E-Book, Online-Business und erste Selbstständigkeit
Nach dieser Erkenntnis überlegte ich, wie ich mir ein passives Einkommen aufbauen könnte, um finanziell frei zu sein – und trotzdem singen zu können.
Ich begann, ein E-Book zu schreiben: „Bewerben statt sterben“ – ein Ratgeber über Bewerbung und Erfolg. Ich arbeitete jeden Abend bis spät in die Nacht, lernte autodidaktisch Webdesign und Online-Marketing.
Ich gründete meine erste Firma, Suxperia e.U., erstellte Webseiten für andere (unter anderem für meine Mutter, die sich mit Töpferkursen selbstständig machte) und verkaufte das E-Book online – teilweise für 30 Euro pro Stück. Doch insgesamt verdiente ich nur etwa 300 Euro.
Ein Rückschlag – aber ich hatte unglaublich viel dabei gelernt. Später habe ich das E-Book für ein paar Euro bei Amazon reingestellt – man kann es heute noch dort finden.
Die Illusion vom schnellen Geld – Vermögensberatung & Versicherungen
Ich war weiterhin fasziniert vom Gedanken des passiven Einkommens. Meine Vermögensberaterin überzeugte mich, selbst in diesen Beruf einzusteigen.
Ich arbeitete zweieinhalb Jahre in der Branche, absolvierte die Ausbildung zum Versicherungsagenten und bestand die staatliche Prüfung. Parallel arbeitete ich im Sekretariat für meine Chefin.
Doch irgendwann ging mir die Energie aus. Ich stellte fest, dass ich diesen Beruf nur des Geldes wegen machte – nicht aus Überzeugung.
Der dramatische Absturz – Trennung, Unfall, Burnout
Privat lief es schlecht: Meine Beziehung zerbrach nach acht Jahren, ich zog in eine WG. Eine neue Beziehung hielt nur ein halbes Jahr. Dann brach ich mir bei einem Fahrradunfall das Schlüsselbein. Kurz darauf starb mein Opa.
Ich wusste nicht mehr, was ich wollte. Ich suchte nach Erfüllung – aber hatte keine Klarheit.
Ich schlitterte unbemerkt in ein Burnout.
Der mühsame Wiederaufstieg – Therapie, Meditation und Selbststudium
Ein anderer hätte sich vermutlich ins Spital einweisen lassen.
Nach fünf Monaten Krankenstand kehrte ich mit geringer Energie zurück zu IKEA. Parallel begann ich eine Psychotherapie, meditierte, beschäftigte mich mit alternativer Medizin.
Ich fasste einen Entschluss: Ich wollte mein Burnout ohne Medikamente überwinden. Rückblickend denke ich, dass ein Mittelweg mit leichter Medikation eventuell sinnvoll gewesen wäre – aber ich wusste es damals nicht besser.
Ich startete ein intensives Selbststudium: Kräuter, Vitalstoffe, Nahrungsergänzungen – ich probierte unzählige Mittel aus. Was half, behielt ich, was nicht, verschenkte ich weiter. So eignete ich mir ein breites Wissen an.
Auch psychologisch und spirituell bildete ich mich weiter – über Trauma, Meditation, Glaubenssätze, innere Kind-Arbeit.
Der Wendepunkt – Erinnerungen, Intuition und erste Behandlungserfolge
Monatelang lag ich mit Schmerzen nach meinem Schlüsselbeinbruch. Eine Erinnerung kam hoch: Die Mutter meiner Exfreundin war Energetikerin und hatte mir einmal eine Fußreflexzonenbehandlung gegeben. Ich spürte damals, wie sich Verspannungen in Schulter und Rücken lösten – es hatte mich tief beeindruckt.
Damals hielt ich es für unrealistisch, so etwas selbst zu machen – was würden die anderen sagen? Kann man davon leben?
Doch nun fing ich an, selbst Punkte an meinen Füßen zu drücken – lange, ausdauernd, intuitiv. Und siehe da: Schmerzen und emotionale Anspannung lösten sich.
Ich machte es zur täglichen Routine, behandelte auch Freunde – mit wachsendem Erfolg.
Die erste Hütte auf dem Weg – Ein Erfolg, der alles veränderte
Ich erinnere mich gut an eine Bekannte, die über eine Nackenblockade klagte. Ich fragte sie: „Hast du 30 Minuten Zeit?“ – Ich drückte intuitiv Punkte an ihren Füßen.
Nach 15 Minuten sagte sie: „Tobias, der Schmerz ist weg! Ich kann den Termin beim Osteopathen absagen!“
Ab da war ich infiziert. Ich kaufte Bücher, recherchierte stundenlang im Internet – mein Feuer war entfacht.
Der erste große Aussichtspunkt – Meditation, Parkbetreuung und Herzensberufung
In einer meiner Meditationen fragte ich mich: „Was ist mein nächster Schritt?“ Plötzlich sah ich mich vor einer Schulklasse stehen – glücklich, erfüllt. Kurz darauf sah ich mich auch als eine Art Fitness-Coach. Eine neue Richtung zeichnete sich ab.
Meine damalige Beziehung hielt nur ein halbes Jahr, doch sie war ein Schlüssel: Meine Partnerin arbeitete als Parkbetreuerin mit Kindern in Wiener Parks. Eines Tages begleitete ich sie in die Arbeit – und mein Herz ging auf. Ich wusste: Das ist mein nächster Schritt.
Ich änderte meine Strategie: Ich wollte nur noch das tun, was mir Freude machte. Das Geld war zweitrangig, solange ich über die Runden kam.
Das Burnout hatte mir eine zentrale Frage gestellt:
„Was bringt ein Job, der gut bezahlt ist, aber mich krank macht?“
Ich hatte meine Lektion gelernt.
Ein Stück bergauf – Parkbetreuer, Lebensfreude und neue Energie
Ich bewarb mich bei den Kinderfreunden und wurde in einem internen Kurs zum Parkbetreuer ausgebildet.
Zweieinhalb Jahre betreute ich neben meinem IKEA-Job Kinder in verschiedenen Wiener Parks.
Zum ersten Mal in meinem Leben machte mir ein Job richtig Spaß. Ich war innerlich entspannt, zufrieden – ich merkte gar nicht, dass ich arbeitete.
Eine wichtige Erkenntnis am Wegesrand
Ich erkannte:
Wenn man etwas mit Liebe macht, wird man darin richtig gut.
Die Arbeit ist dann voller Energie.
Man spürt Freude, keine Last.
Das Umfeld bemerkt das – und schätzt es.
Ich kam zu der Überzeugung:
Wer seinen Beruf liebt, wird langfristig auch gut davon leben können.
Und mal ehrlich: Du lässt dein Geld doch auch lieber bei jemandem, der seine Arbeit mit Begeisterung macht, oder?
Eine besondere Haltestelle – Shiatsu begegnet mir erneut
Auf meinem Heimweg vom Park musste ich regelmäßig auf die Straßenbahn warten – direkt gegenüber einer Shiatsu-Schule. Jedes Mal schaute ich durch das Schaufenster, las interessiert die Plakate.
Ich dachte: „Das ist genau das, was ich an meinen Füßen selbst herausgefunden habe – aber für den ganzen Körper!“
Im siebten Himmel – Liebe, Chor und neue Kraft
Ich begann bewusst, meine zukünftige Partnerin zu manifestieren – und lernte bald eine wunderbare Frau kennen. Wir kamen zusammen, und sie nahm mich mit in einen Chor: Cantus Novus.
Endlich konnte ich wieder regelmäßig singen – es erfüllte mich. Nach zwei Jahren zogen wir zusammen.
Körperlich und energetisch ging es mir inzwischen besser, auch wenn ich noch nicht ganz über den Berg war – einige Burnout-Symptome waren noch spürbar.
Der neue Pfad wird klar – Die Shiatsu-Schule ruft
Eines Tages war ein großes Parkfest der Kinderfreunde. Dort war auch die Shiatsu-Schule, deren Fenster ich so oft betrachtet hatte – mit einer Aktion: Shiatsu im Park.
Dort informierte ich mich über die Ausbildung – sie kostete rund 10.000 Euro. Es zog mich magisch an, aber ich wusste: Das kann ich mir mit meinem jetzigen Job nicht leisten.
Ich informierte mich genauer, schnupperte in zwei Schulen rein – darunter auch die Hara Shiatsu Schule. Mein Herz wusste bald: Das ist es.
Geld verdienen mit Herz – Pädagogik und neue Chancen
Um mir die Ausbildung zu ermöglichen, überlegte ich: Wie kann ich mit etwas, das mir Freude macht, mehr verdienen?
Ich wurde fündig: Ich machte das einjährige Studium zum Freizeitpädagogen auf der Pädagogischen Hochschule Wien. Damit war ich befähigt, in Volksschulen als Freizeitpädagoge zu arbeiten.
Ich bewarb mich beim Verein „Bildung im Mittelpunkt“ – und wurde genommen.
Eine Verlockung – Wiener Sängerknaben und Welttourneen
Plötzlich schickte mir eine Freundin ein Jobangebot: Erzieher bei den Wiener Sängerknaben! Ich bewarb mich – und wurde sofort genommen.
Ich begleitete die Kinder nach China, Australien, Taiwan, Deutschland, Schweiz. Es war aufregend, vielseitig – aber auch extrem fordernd. Ich war oft im Internat, schlief dort, fühlte mich, als würde ich kaum noch nach Hause kommen.
Finanziell war es ein Glücksfall: Ich konnte die Shiatsu-Ausbildung endlich finanzieren.
Aber der Job ließ sich zeitlich unmöglich mit einer Ausbildung kombinieren.
Ein Streit mit einer Kollegin machte mir die Entscheidung leicht – ich ging nach einem Jahr.
Zurück zu den Wurzeln – Schule, Shiatsu und das Gefühl von Ankommen
Ich kehrte zurück zum Verein „Bildung im Mittelpunkt“ und begann in einer integrativen Volksschule als Freizeitpädagoge zu arbeiten.
Endlich konnte ich alles unter einen Hut bringen – Arbeit, Praxis, Ausbildung.
Ich startete die Hara Shiatsu Ausbildung. Und zum ersten Mal fühlte ich mich wirklich so richtig angekommen: Die Inhalte machten Spaß, ich war gut darin, sog jedes Detail auf. Ich hatte großartige Lehrer und liebe KollegInnen.
Geröll und Stolpersteine – Shiatsu, Praktikum und Kündigung
Nach dem erfolgreichen ersten Ausbildungsjahr startete ich in das zweite – inklusive zusätzlicher Praktika. Das hieß: Ich musste ca. 20-mal im Jahr früher von der Arbeit gehen.
Anfangs klappte das – dachte ich zumindest.
Doch immer wieder durfte ich kurzfristig doch nicht zum Praktikum gehen. Das war jedes Mal ein Kampf. Ich hatte Klient*innen, die auf mich warteten, und musste versäumte Termine nachholen.
Das ständige Hin und Her mit der Schule kostete mich viel Energie. Gegen Ende des Schuljahres rief mich – wie durch ein Wunder – ein ehemaliger Kollege an: In seiner Schule würde eine Stelle frei, und sie seien extrem flexibel.
Juhuu! Endlich die Lösung!
Zu diesem Zeitpunkt war auch gerade der erste Corona-Lockdown vorbei.
Steine aus dem Weg geräumt – Flexibilität, Hochzeit und Praxis
Ich bewarb mich an dieser Schule. Die Direktorin war herzlich: „Wir sind flexibel – das schaffen wir!“
Ich vereinbarte mit ihr einen freien Tag pro Woche für die Ausbildung und früheres Gehen an einem weiteren Tag – ideal für mein letztes Praktikum im dritten Jahr.
Und dann kam ein wunderbarer Moment auf meinem Lebensweg:
Im Sommer 2020 heiratete ich meine Frau. Es war ein märchenhaftes Fest – genau in einer Phase ohne Corona-Einschränkungen. Es fühlte sich wie ein großes Geschenk an.
Gedanken manifestieren sich – Eigene Praxis entsteht
Durch einen glücklichen Zufall ergab sich, dass ich direkt neben unserer Wohnung eine Shiatsu-Praxis einrichten konnte.
Meine eigene Praxis war geboren.
Doch schon bald kam der nächste Lockdown – und als „körpernaher Dienstleister“ durfte ich nicht arbeiten. Auch die Ausbildung stand auf Eis. Die erforderlichen 300 Praxisstunden musste ich nun mit Pausen absolvieren. Das bremste mich und war teilweise frustrierend.
Mit leichtem Gepäck weitergehen – Drittes Ausbildungsjahr beginnt
Das neue Schuljahr startete – und mit ihm mein drittes und letztes Ausbildungsjahr.
Meine neue Schule war im Grünen, die Kolleg*innen freundlich, die Kinder wunderbar. Zum ersten Mal hatte ich eine eigene Klasse und war kein „Springer“ mehr.
Ich konnte meine Praktika gut einbauen und auch nachmittags Praxisstunden sammeln. Es war alles perfekt.
Das unerwartete Stoppschild – Kündigung vor Weihnachten
Doch es sollte nicht so bleiben.
Durch COVID durfte die Direktorin nur mein Schul-Klassen-Team als Vertretung einteilen – das störte sie. Sie wurde zunehmend unfreundlich, suchte Fehler in meiner Arbeit.
Dann kam es doppelt dick: Ich musste zweimal als Kontaktperson in Quarantäne – jeweils für drei Tage. Dazu kam ein Krankenstand wegen einer entzündeten Blase am Fuß.
Meine Direktorin verlor die Geduld – und kündigte mich ohne Vorwarnung kurz vor Weihnachten.
Ich war geschockt.
Unerwarteter Umweg – AMS und Shiatsu-Vollfokus
Ich meldete mich beim AMS. Ein neuer Job war mit der Ausbildung schwer vereinbar – und viele Arbeitgeber waren in der Corona-Zeit nicht bereit, jemanden einzustellen.
Ich blieb bis Ausbildungsende beim AMS.
Doch ich nutzte die Zeit:
Ich schrieb meine Diplomarbeit
Sammelte Praxisstunden
Arbeitete an meiner Website
Entwickelte mein Shiatsu-Angebot
Und: Ich begann diesen Blog zu planen
Zusätzlich jobbte ich geringfügig bei Liferando – Essen ausliefern.
Dann hörte ich vom Gründerprogramm des AMS – eine sechsmonatige Vorbereitung auf die Selbstständigkeit mit finanzieller Unterstützung. Ich brauchte einen Businessplan, Geduld – doch ich schaffte es hinein.
Rückblickend war die Kündigung meiner Direktorin ein Geschenk:
Die Shiatsu-Ausbildung wurde immer intensiver – und ich hätte es mit dem Job in der Schule kaum geschafft.
Ich sehe bereits das Gipfelkreuz – Diplom, Wissen, Klarheit
Nach bestandener Diplomprüfung schrieb ich mich in viele Workshops des Gründerprogramms ein – lernte alles über Selbstständigkeit, Buchhaltung, Marketing, Behörden, Versicherungen.
Es war mehr, als ich je gedacht hätte. Aber ich wuchs daran.
Glück kommt selten allein – Mein erster Sohn wird geboren
Inzwischen wurde mein lang ersehnter, wundervoller Sohn geboren.
Mit Baby ging plötzlich alles etwas langsamer – doch das störte mich kein bisschen.
Dieses kleine große Glück hat alles ausgeglichen.
Noch ein paar Schritte – Website, Praxis und Entscheidungen
Ich steckte viele weitere Stunden in:
Die Gestaltung meiner Website
Einrichtung der Praxis
Zahlungsverkehr & organisatorische Details
Ein riesiges Stück Arbeit – aber es störte mich nicht. Es war ja für mein Herzensziel.
Am Gipfel angekommen – Freiheit, Freude und Berufung
Zum ersten Mal in meinem Leben gehe ich schlafen – und bin rundum zufrieden.
Ich habe eine wunderbare Frau, Kind, und ich arbeite mit meinen Stärken – aus dem Herzen heraus. Ich gestalte alles selbst: meine Praxis, meine Website. Kein Chef bestimmt mehr, wann ich Urlaub machen darf oder soll.
Ich bin frei. In der Sprache der TCM: Ich lebe mein Feuer-Element.
Ich bin glücklich – und folge meiner Bestimmung.
Der Ausblick vom Gipfel – Fazit, Zukunft und eine Einladung
Heute stehe ich da, wo ich hinwollte: Angekommen als Dipl. Hara Shiatsu Praktiker.
Ich bin so froh, diese Ausbildung gemacht zu haben – auch wenn der Weg steinig war. Mit einem eisernen Willen und einem klaren Ziel vor Augen entwickelt man Superkräfte.
Ich kann heute voller Stolz sagen: Ich habe meine Berufung gefunden.
Ich habe meine eigene Praxis, meine Website selbst gestaltet, mein Marketing-Konzept selbst entworfen. Meine Lebenserfahrungen – rund um Erschöpfung, Burnout, Rückenschmerzen, Schmerzen am Bewegungsapparat, Männer- und Frauenthemen – sind heute meine Schwerpunkte geworden.
Ich lebe meine Stärken. Und: Ich habe meine Schwächen in Stärken verwandelt.
Mein Fazit aus meiner bisherigen Lebensreise
Arbeite mit dem Herzen.
Du wirst so viel Freude daran haben, dass du gar nicht anders kannst, als es richtig gut zu machen. Menschen spüren das – und schätzen deine Arbeit.
Höre bei Entscheidungen auf dein Herz.
Dein Herz ist dein Kompass. Folge ihm, und du wirst nie bereuen, wie du dich entschieden hast.
Wenn du dich nicht entscheidest, entscheiden andere für dich.
Vertraue dem Weg.
Wenn du bei jeder kleinen Entscheidung auf dein Herz hörst, führt dich das Schritt für Schritt zu deiner Berufung – und sie wird dich zur richtigen Zeit finden.
Baue deine Stärken weiter aus – und mache deine Schwächen zu Stärken.
Krisen sind Schlüsselstellen.
Wenn es dir schlecht geht, ist das oft der Wendepunkt. Diese Phase brauchst du, damit etwas Neues, Passendes entstehen kann.
Shiatsu kann ein wertvoller Begleiter sein – besonders auf dem Weg zu mehr Körperbewusstsein, innerer Klarheit und Selbstwahrnehmung.
Mein kleines Geheimnis
Nach dieser Geschichte werde ich oft gefragt:
„Wie alt bist du eigentlich?“ 😄
Ich bin nicht 100 Jahre alt. Ich bin Jahrgang 1985.
Weitere Ziele – Der Weg geht weiter
Mein oberstes Ziel bleibt:
Menschen dort abzuholen, wo sie gerade stehen – und sie auf direktem Weg in ihr Feuer-Element zu begleiten.
Dazu habe ich neben der eigenen Shiatsu-Praxis bereits einige Herzensprojekte realisiert:
✨ Ich veranstalte jährlich Shiatsu-Retreats in Kroatien,
✨ gebe Shiatsu-Workshops, um Menschen den Zugang zur Körperarbeit und zur eigenen Energie zu ermöglichen.
Und auch privat ist das Leben noch lebendiger geworden:
Neben meinem ersten Sohn wurde inzwischen auch mein zweiter wundervoller Sohn geboren.
Mit zwei kleinen Kindern ist der Alltag zwar oft lauter, wilder und chaotischer –
aber gleichzeitig auch voller Liebe, Lachen und lebendiger Energie.
Sie sind mein größter Antrieb – und mein tägliches Training in Achtsamkeit.
Und es geht noch weiter!
Ein weiterer wichtiger Schritt auf meinem Herzensweg ist es, in Zukunft auf YouTube präsent zu sein:
🎥 Ich plane den Aufbau eines eigenen Kanals, auf dem ich meine Erfahrungen, Shiatsu-Impulse, Gesundheitswissen und Inspirationen rund um ganzheitliche Gesundheit mit dir teile.
Ich möchte dort nicht nur Wissen weitergeben, sondern durch Interviews auch Mut machen, den eigenen Weg zu gehen – in Richtung inneres Feuer, Kraft und Gesundheit.
Du bist gefragt – Teile deine Geschichte
Hast du eine ähnliche Lebensgeschichte oder bist selbst gerade auf deinem Weg?
Dann freue ich mich sehr, wenn du mit mir Kontakt aufnimmst.
Denn wie gerade erwähnt ein Herzensprojekt von mir ist es, Menschen zu interviewen, die ihre Berufung gefunden haben, die ihr Feuer-Element leben – um andere zu inspirieren, motivieren und zu zeigen:
Es ist möglich, deinen Herzensweg zu gehen.
Ganz egal, wo du gerade stehst...
Ob du dich noch suchst, schon unterwegs bist oder vielleicht auch wieder mal gestolpert bist:
Du bist willkommen.
Ich freue mich, dich in meiner Praxis zu begrüßen – oder bei einem Retreat, Workshop oder vielleicht schon bald auf meinem YouTube-Kanal.
Alles Liebe von Herzen Tobias
Disclaimer:
Die Inhalte dieses Artikels beruhen auf meinen persönlichen Erfahrungen und meinem Weg als Dipl. Hara Shiatsu-Praktiker. Ich teile hier Impulse, die mir auf meinem eigenen Lebensweg geholfen haben – sie ersetzen jedoch keine medizinische oder psychotherapeutische Beratung oder Behandlung. Shiatsu versteht sich als ganzheitliche, energetische Methode zur Förderung von Wohlbefinden, Körperwahrnehmung und innerer Balance. Bei gesundheitlichen Beschwerden oder psychischen Belastungen wende dich bitte an eine entsprechend ausgebildete Fachperson deines Vertrauens.
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